Einführung: Die Natur hat Rhythmen, auch der Mensch sollte sich anpassen
Die traditionelle chinesische Medizin sagt oft: „Im Frühling wächst es, im Sommer wächst es weiter, im Herbst erntet man und im Winter hält man es zurück.“ Dies ist nicht nur der Rhythmus der Natur, sondern auch die eingebaute Uhr unseres Körpers. Wenn Sie häufig bei Wetterwechseln müde, Schlafstörungen oder unerklärliche Unruhe fühlen, können Sie es vielleicht mit sanften Qigong-Übungen versuchen – keine komplexen Bewegungen erforderlich, nur ein paar Minuten täglich, um sich den Veränderungen der Jahreszeiten anzupassen und Ihrem Körper helfen, das Gleichgewicht wiederzufinden.

Frühling: Leber entblocken und den Körper wecken
Im Frühling steigen die Yang-Energien, aber viele Menschen fühlen sich müde und haben schlechte Stimmung. Das liegt daran, dass der Schleim, der im Winter angesammelt wurde, ausgeschleudert werden muss, und die Leberenergie muss fließen. Empfohlen wird eine einfache Qigong-Übung, die dem "Gähnen" ähnelt: Die Füße sind so weit wie die Schultern auseinander, die Hände werden langsam nach oben gehoben, mit der Handfläche nach oben, während man einatmet; dann atmet man langsam aus und senkt die Hände. Dieses Vorgehen wird 6 Mal wiederholt. Diese Bewegung kann die Meridiane öffnen und die Müdigkeit im Frühling lindern. Machen Sie dies am Morgen und kombinieren Sie es mit tiefem Atem, um das Gefühl des Frühlings zu genießen.
Sommer: Ruhe bewahren und Atmung regulieren, um Hitze zu kühlen und Geist zu beruhigen
Im Sommer ist es heiß, was zu vermehrter Herzfeuer, Schwitzen und Schlafstörungen führen kann. In dieser Zeit benötigt man „Ruhe“, um gegen „Hitze“ anzukämpfen. Wählen Sie einen kühlen Morgen oder Abend, setzen Sie sich auf einen Stuhl, legen Sie Ihre Hände auf die Knie und schließen Sie die Augen, um Ihre Atmung zu regulieren. Atmen Sie durch die Nase langsam 4 Sekunden ein, halten Sie den Atem 2 Sekunden an und atmen Sie dann langsam durch den Mund 6 Sekunden aus. Wiederholen Sie dies für 5 Minuten. Diese einfache Atmungstechnik kann die Herzenergie beruhigen und Unruhe verringern. Der Grund dafür ist, dass das Verlängern des Ausatmens das parasympathische Nervensystem aktiviert und den Körper beruhigt.
Herbst: Lunge befeuchten und leiten, um Trockenheit abzuwehren
Im Herbst ist das Wetter trocken, was zu Husten, trockener Haut und Halsschmerzen führen kann. In dieser Zeit sollte man besonders auf die Lunge achten. Man kann die Übung „Hände zum Himmel heben“ ausprobieren: Stehen Sie gerade, kreuzen Sie Ihre Hände vor dem Bauch, drehen Sie die Handflächen langsam nach oben bis zur Kopfhöhe, während Sie einatmen; danach teilen Sie die Hände und lassen sie langsam an den Seiten herunter, während Sie beim Ausatmen das Geräusch „Xi“ (wie ein leises Ausatmen) aussprechen. Wiederholen Sie dies 8 Mal. Diese Bewegung hilft dabei, die Lungenenergie zu fördern und die Atemwege zu befeuchten. Es ist am besten, diese Übung in frischer Luft draußen oder neben einem Fenster zu machen.
Winter: Nieren erwärmen und Energie speichern, um die Grundlage zu stärken
Im Winter ist es kalt, wodurch die Nierenenergie leicht verloren geht und Menschen oft kälteempfindlich, mit Rückenschmerzen oder häufiger nächtlicher Harntätigkeit sind. In dieser Zeit sollte man „sich verstecken“ anstatt „abzugeben“. Eine einfache und sichere Methode ist „Nieren stärken durch Bauchmassagen“: Legen Sie sich hin, legen Sie Ihre Hände übereinander auf den Nabel und massieren Sie ihn sanft im Uhrzeigersinn 36 Mal, dann nochmal 36 Mal gegen den Uhrzeigersinn. Danach reiben Sie Ihre Hände, bis sie warm sind, und legen Sie sie sanft auf den unteren Rücken (Nierenbereich), um dort 1 Minute zu massieren. Dieses Vorgehen sollte morgens und abends jeweils einmal durchgeführt werden. Diese Übung fördert die Durchblutung im Bauch- und Rückenbereich, wärmt sanft die Nierenenergie und hilft, Energie für den Winter zu speichern.
Zusammenfassung: Tag für Tag sanft, Jahr für Jahr gesund
Qigong-Übungen, die den Jahreszeiten folgen, suchen nicht nach Schwierigkeiten, sondern begleiten den Körper wie ein Freund. Wenn Sie jeden Tag einige Minuten für eine kleine Bewegung verwenden, können Sie Unwohlsein der Jahreszeiten lindern und Ihren Körper besser fühlen. Denken Sie daran: Langsam ist besser als gar nichts; sanfte und kontinuierliche Praxis ist besser als heftige Anstrengung. Ich wünsche Ihnen, dass Sie ein Jahr voller Ruhe und Gesundheit haben.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels dient nur der wissenschaftlichen Aufklärung und als Referenz für die Pflege der Gesundheit. Er stellt keine medizinischen Empfehlungen dar. Bei schwerwiegenden körperlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt. Passen Sie sich bei der Übung an Ihre individuellen Bedingungen an und vermeiden Sie übermäßige oder falsche Bewegungen.